Forenübersicht


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Forum 1: Ungleiches gleicher machen: Der Abbau von Bildungsungleichheiten als zentrales Thema der Schulentwicklung

Nach wie vor bestimmt in Deutschland die soziale Herkunft eines Menschen maßgeblich den persönlichen Bildungserfolg. Dies zeigen beispielsweise die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2018. Welche Herausforderungen insbesondere in Schulen durch sozioökonomische, sozialräumliche und regionale Unterschiede entstehen, soll auf Basis aktueller Forschungsergebnisse im Forum diskutiert werden.  Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulpraxis und -administration gilt es zu erörtern, wie die Bildungschancen benachteiligter Schülerinnen und Schüler sowohl auf schulischer Seite als auch steuerungsseitig zukünftig verbessert und gerechter gestaltet werden können.

Forenleitung: Prof. Dr. Kai Maaz, DIPF; Dr. Martina Diedrich, IfBQ Hamburg

Beiträge:

  • Ungleichheit im Bildungssystem, ein Dauerthema seit mehr als einem halben Jahrhundert (Prof. Dr. Kai Maaz)
     
  • Gleiche Herausforderungen und viele Lösungsversuche: Ein Überblick über die Programme der 16 Länder (Prof. Dr. Pierre Tulowitzki)
     
  • Erste interaktive Diskussionen mit Fragen, die in den Blöcken zuvor an die Teilnehmer*innen gestellt werden (Dr. Martina Diedrich)
     
  • Erste bildungspolitische Reflexion (StS Dr. Dorit Stenke)
     
  • Was haben wir gelernt und was fehlt uns noch? (Prof. Dr. Kai Maaz)
     
  • Strukturierte Diskussion zweier Schulleitungen aus Schulen mit unterschiedlichen Herausforderungen (Dr. Martina Diedrich, Christian Lenz, Dr. Maike Languth)
     
  • Gemeinsam Schule machen! Schule macht stark – „SchuMaS“ (Prof. Dr. Kai Maaz)
     
  • Diskussionsrunde mit Auditorium (Dr. Marina Diedrich)
     
  • Zweite bildungspolitische Reflexion mit Ausblick (Thomas Kerstan)

 

Forum 2: Durchgängige sprachliche Bildung

Durchgängige sprachliche Bildung richtet sich auf den kumulativen Aufbau der sprachlichen Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Bildungsbiographie nötig sind. Kinder und Jugendliche müssen im Verlaufe ihrer Lern- und Bildungsgeschichte die sprachlichen Mittel verstehen und selbst benutzen lernen, in denen ihnen die Bildungsinhalte dargeboten werden. Diese Mittel werden im Verlaufe der Bildungszeit komplexer und zugleich spezieller. Gelernt werden muss beispielsweise, dass die Anforderungen an einen Text, in dem ein Unfall geschildert wird, sich von denen unterscheiden, die für die Schilderung eines Versuchs in Physik benutzt werden. Die Ausdifferenzierung der sprachlichen Anforderungen endet nicht mit dem Abschluss der allgemeinbildenden Schule – sie setzt sich fort in Berufsbildung und Studium. Die sprachlichen Anforderungen an Lernende entwickeln sich mit den Anforderungen, die die Themen, Gegenstände und Gebiete (also z.B. Unterrichtsfächer, Berufsbilder, Studiengänge) stellen. Zugleich verändern sich die Fähigkeiten und Erfahrungen, die den Lernenden dafür zur Verfügung stehen, sich das benötigte weitere sprachliche Können und Wissen anzueignen.
Beide Aspekte – Veränderung der Anforderungen und der Herangehensweisen der Lernenden – müssen in der durchgängigen sprachlichen Bildung berücksichtigt werden. Wie bei jedem Lernen, so hängt auch beim sprachlichen der Erfolg davon ab, dass an den bereits verfügbaren Fähigkeiten und Erfahrungen angeknüpft wird, damit die nächste Hürde genommen werden kann. Zu diesen Fähigkeiten gehört auch Zwei- oder Mehrsprachigkeit als Bildungsvoraussetzung einer großen Zahl von Schülerinnen und Schülern, u.a. derjenigen, die aus Migrantenfamilien kommen.
Das Forum konzentriert sich auf die Bildungsphase von der Sekundarstufe bis zum Übergang in den Beruf. Im Zentrum steht die Frage, wie heterogene sprachliche Bildungsvoraussetzungen berücksichtigt werden können, die heute in beinahe jeder Lerngruppe gegeben sind. Zu jedem Teil des Forums werden Beispiele aus der Praxis präsentiert.

Forenleitung: Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Uni Hamburg; Prof. Dr. Wolfgang Hallet, Uni Gießen; Anke Settelmeyer, BiBB

Beiträge:

  • Durchgängige sprachliche Bildung – warum, für wen und wie? Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Universität Hamburg und Prof. Dr. Susanne Prediger, Technische Universität Dortmund
     
  • Ganzheitliches Sprachlernen mit komplexen Aufgaben und Genres, Prof. Dr. Wolfgang Hallet, Universität Gießen und Marc Lenk, Berufsbildende Schule Wirtschaft Ludwigshafen
     
  • Herkunftssprachen – Ressource für den Beruf? Dr. Anke Settelmeyer und Leonie Wetten, Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) Bonn; Katrin Preuß, gemeinnützige SprInt eG Wuppertal
     
  • Bildung und Begabung: Bundeswettbewerb Fremdsprachen - Beispiele aus dem Team Beruf, Bernhard Sicking, Bundeswettbewerb Fremdsprachen

 

Forum 3: Professionalisierung für pädagogisches Personal in der digital geprägten Welt

Teil 1: Herausforderungen und Perspektiven der Lehrkräftebildung in einer digital geprägten Welt
In einer digital geprägten Welt nehmen Lehrkräfte eine zentrale Rolle ein: Von ihnen wird erwartet, dass sie erstens digitale Medien einsetzen, um Schülerinnen und Schüler beim Lernen zu unterstützen und zweitens den Umgang mit Medien als Unterrichtsinhalt thematisieren (KMK, 2017). Wie können Aus- und Fortbildung dazu beitragen, dass Lehrkräfte die dafür notwendigen Kompetenzen erwerben? Zur Beantwortung dieser Frage erfolgt ein kritischer Austausch über Anspruch und Wirklichkeit in allen drei Phasen der Lehrkräftebildung. In diesem Zusammenhang wird außerdem diskutiert, wie die Kooperation zwischen Bildungsforschung und Lehrkräftebildung gefördert werden kann.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Dr. Bettina Waffner (Metavorhaben Digi-EBF; Learning Lab - Universität Duisburg-Essen); Daniel Diekmann (Metavorhaben Digi-EBF; Learning Lab - Universität Duisburg-Essen); Dr. Anne Thillosen (Metavorhaben Digi-EBF; IWM - Leibniz-Institut für Wissensmedien); Marcel Capparozza (Metavorhaben Digi-EBF; IWM - Leibniz-Institut für Wissensmedien)

Beiträge:

  • Untergruppe zur These “Mediendidaktik in Praxis und Theorie gehören in den Pflichtbereich der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften” des Förderprojektes RoboPraX (Sabrina Zeaiter, Philipps-Universität Marburg; Patrick Heinsch, Philipps-Universität Marburg)
     
  • Untergruppe zur These “Distanzlernen in der Lehrkräftefortbildung vor, während und nach der Pandemie – Dafür braucht es evidenzbasierte Online-Formate" des Förderprojektes E-LANE (Juliane Kowalski, Leuphana Universität Lüneburg; André Meyer, Universität Potsdam; Prof. Dr. Marc Kleinknecht, Leuphana Universität Lüneburg; Prof. Dr. Dirk Richter, Universität Potsdam; Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung; Dr. Klaus Teichmann, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung)
     
  • Untergruppe zur These „Aus der Praxis in die Forschung und wieder in die Praxis – Design-Based Research als geeigneter Ansatz für Professionalisierungsprozesse von Lehrkräften“ des Förderprojektes UDIN (Dr. René Breiwe, Universität Duisburg-Essen; Britta Ervens, Universität Duisburg-Essen; Dr. Anke B. Liegmann, Universität Duisburg-Essen; Marion Schwehr, Universität Siegen; Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer, Universität Siegen; Jörg Oldeleer, Lehramtsstudent Universität Duisburg-Essen; Gabriele Buchenthal, Lehrerin Otto-Pankok-Gymnasium Mülheim a.d.R.; Gabriele Hering, Lehrerin Erich-Kästner-Realschule Gladbeck; Daniel Osinloye, Lehrer Erich-Kästner-Realschule Gladbeck; Michael Schulte, Lehrer Erich-Kästner-Realschule Gladbeck)
     
  • Untergruppe zur These „Es wurde in der Pandemie versäumt, Unterstützungssysteme und Netzwerke zur Professionalisierung zu nutzen“ des Förderprojektes DigiSchulNet und des Metavorhaben-Forschungsprojektes ForUSE-digi (Dr. Manuela Endberg, Universität Duisburg-Essen; Lara-Idil Engec, Universität Duisburg-Essen; Dr. Marco Hasselkuß, Universität Duisburg-Essen; Anna Heinemann, Universität Duisburg-Essen)


Teil 2: Pädagogisches Personal in der non-formalen Bildung – Unterstützungsmaßnahmen und Herausforderungen für digital geprägte Lernprozesse
Wissenserwerb findet in digital geprägten Gesellschaften in vielfältiger Weise und auch zunehmend losgelöst von formalen Bildungsprozessen statt. Besonders im außerschulischen Bereich haben Kinder, Jugendliche und Familien Zugriff auf digital gestützte Möglichkeiten der Informationsbeschaffung. Neue Technologien halten in alle Lebensbereiche Einzug – von der familiären Umgebung über die Freizeitgestaltung bis hin zu Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Jugendhilfe. Wie können pädagogische Fachkräfte in der non-formalen Bildung Kinder, Jugendliche und Familien bei Erfahrungen und Lernprozessen mit digitalen Medien unterstützen? Welche Herausforderungen ergeben sich dabei in Bezug auf die Rahmenbedingungen? Und was sind Gelingensbedingungen für digital geprägte Lern- und Unterstützungsprozesse in der non-formalen Bildung? Diese und weitere Fragen werden anhand von verschiedenen Thesen aus den Projekten des Metavorhabens mit interessierten Teilnehmer*innen aus der Bildungsforschung und Bildungspraxis diskutiert.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Iris Nieding (Uni Duisburg-Essen), E. Katharina Klaudy (Uni Duisburg-Essen)

Beiträge:

  • Arbeitsgruppe zu These 1: „Die Ausbildung und Nutzung von ‚artistic mindsets‘ oder kreativer Expertise birgt Potenziale für die Aneignung von und den Umgang mit digitalen (Musik-)Medien“ des Projektes MIDAKUK
     
  • Arbeitsgruppe zu These 2: „Die Haltungen (Habitus) von pädagogischen Fachkräften gegenüber Medien lassen sich nicht in dem Gegensatzpaar ‚medien-freundlich‘ und ‚medien-feindlich‘ auflösen und werden von verschiedenen Faktoren geprägt“ des Projektes DiKit
     
  • Arbeitsgruppe zu These 3: „Kulturort Internet -Trend versus Freiheit ?!?!“ des Projektes PKKB

Beitragende:

  • E. Katharina Klaudy, Uni Duisburg-Essen
  • Iris Nieding, Uni Duisburg-Essen
  • Prof. Dr. Annette Schmitt
  • Dr. Hernry Herper, Uni Magdeburg
  • Anja Stolakis
  • Petra Müller
  • Sarah Wölker, FH Potsdam
  • Prof. Dr. Judith Ackermann, FH Potsdam
  • Benjamin Egger, FH Potsdam
  • Carsten Wernicke, Leuphana Universität Lüneburg
  • Michael Ahlers, Leuphana Universität Lüneburg

 

Forum 4: Strategie- und Organisationsentwicklung in der digital geprägten Welt

Teil 1: Organisationsentwicklung im non-profit Sektor
Digitalisierung im gemeinnützigen Bereich gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Fachkräfte in pädagogischen Bereichen wie beispielsweise der Kinder- und Jugendhilfe sind in Organisationen eingebunden, die sich auch auf struktureller Ebene dem Thema der Digitalisierung und der Bedeutung für die Organisationsentwicklung stellen müssen. Aber was bedeutet eine „gelungene Digitalisierung“ für Organisationen? Welche Rolle spielen Träger und Verwaltungseinheiten für diesen Prozess? Wer sind die zentralen Verantwortungsträger in der Umsetzung? Wie können pädagogische Fachkräfte seitens der Organisation unterstützt werden? Wie können Ehrenamtliche erfolgreich in diese Prozesse eingebunden werden? In diesem Workshop werden solche und ähnliche Fragen von den Projekten aus dem Metavorhaben aufgeworfen und zur Diskussion gestellt.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Iris Nieding (IAQ-UDE), Katharina Klaudy (IAQ-UDE)

Beiträge:

  • Arbeitsgruppe zu These 1: „Aufgrund von Ungleichheiten durch das Aufwachsen in 24/7-Einrichtungen, braucht es Standards für die digitale Infrastruktur in der Erziehungshilfe und einen Mindestanspruch für junge Menschen“ des Projektes digipäd 24/7
     
  • Arbeitsgruppe zu These 2: „Der Führungsebene kommt im Digitalisierungsprozess und in der Gestaltung von Top-Down und Bottom-Up Strategien eine zentrale Rolle zu“ des Projektes DigiStrat-OE

Beitragende:

  • E. Katharina Klaudy, Uni Duisburg-Essen
  • Iris Nieding, Uni Duisburg-Essen
  • Jessica Feyer, Uni Hildesheim
  • Carina Schilling, Uni Hildesheim
  • Dr. Tanja Rusack, Uni Hildesheim
  • Marie Dulle, Ev. Jugendhilfe Geltow
  • Kerstin Milker, Ev. Jugendhilfe Geltow


Teil 2: Reviewverfahren zur digitalen Bildung als strategischer Prozess
Reviews können einen Beitrag dazu leisten, vorhandenes Wissen zur Digitalisierung auszuwerten und zielgruppenspezifisch aufzubereiten. Die Session setzt sich mit verschiedenen Reviewformaten – zum Beispiel Systematic Reviews, Metaanalysen, Literature Reviews – und Arbeitsschritten im Reviewprozess auseinander. Anhand ausgewählter Projekte und Fallbeispielen lassen sich Zielsetzungen unterschiedlicher Reviewformate vorstellen, methodische Vorgehensweisen diskutieren und Fragen der Anwendbarkeit und des Wissenstransfers beleuchten. Übergeordnet lässt sich zudem diskutieren, inwiefern Erkenntnisprozesse im Forschungsbereich durch Reviewvorhaben gestützt werden können, beziehungsweise welche Grenzen dem Erkenntnisgewinn gesetzt sein können.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Dr. Annika Wilmers (DIPF), Katja Buntins (LL-UDE)

Beitragende:

  • Katja Buntins, Uni Duisburg-Essen 
  • Annika Wilmers, DIPF
  • Carolin Keller, DIPF
  • Hadjar Mohajerzad, DIE 
  • Michaela Achenbach, DIPF
  • Marcus Penthin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Alexander Christ, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Yvonne Gebhardt, Uni Osnabrück
  • Karen Fried, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallenda

 

Forum 5: Outside-In und Inside-Out: Welche Unterstützungssysteme für Veränderungsprozesse in Schule?

Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Herausforderungen, wie etwa dem demographischen und digitalen Wandel, Lehrkräftemangel und zunehmender Vielfalt, sind Bildungseinrichtungen vor die Aufgabe gestellt, geeignete Maßnahmen einer nachhaltigen Qualitätsentwicklung und -sicherung zu identifizieren, zu implementieren sowie in die Breite zu tragen. Wie aber müssen Bildungseinrichtungen heute aufgestellt sein und welche Unterstützung benötigen sie, um diesen Anforderungen gerecht zu werden? Welchen Veränderungsprozessen – auch und gerade hinsichtlich Personal- und Organisationsentwicklung – sind Bildungseinrichtungen ausgesetzt und wie können wirksame Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -entwicklung darauf abgestimmt werden?
Das Forum möchte erfolgversprechende Ansätze für eine systematische Qualitätsentwicklung vorstellen und diskutieren, welches Transferpotenzial einzelne Maßnahmen aufweisen. Dazu ist es auch nötig, die Rahmenbedingungen gelingender Strategien herauszuarbeiten. Dies gilt einerseits für die Handlungsbedarfe der verschiedenen Akteure und andererseits für die grundsätzliche Ausrichtung innovativer Forschungsansätze, die die Bildungspraxis in ko-konstruktiven Prozessen beteiligen. Das Forum orientiert sich am Handlungsfeld „Qualität im Bildungswesen fördern“ des Rahmenprogramms zur empirischen Bildungsforschung. Es konzentriert sich auf den Bereich Schule und integriert mit Österreich und der Schweiz auch Erfahrungen über Deutschland hinaus.
Das Forum wird mit einem sortierenden Überblicksbeitrag zu „Unterstützungssystemen“ von Schule eingeleitet, der als eine Reflexionsfolie für die nachfolgenden Beiträge aus Sicht von Bildungsadministration, Bildungspraxis und Forschung – teils auch im Tandem – dient. Die Perspektiven richten sich von außen auf die Initiierung und Unterstützung von Veränderungsprozessen in Schule sowie von innen aus der Schule auf die notwenigen Strukturen zur nachhaltigen Förderung von Wandel – immer auch in der transferorientierten Perspektive, Forschung für die Weiterentwicklung von Praxis zu verarbeiten und dialogisch wiederum Wissenschaft anzuregen.

Forenleitung: Prof. Dr. Isabell van Ackeren (Universität Duisburg-Essen), Dr. Veronika Manitius (QUA-LiS NRW, Kooperation Wissenschaft/Transfer/Praxis)

Beiträge:

  • Unterstützungssysteme der Schulentwicklung. Eine systematisierende Bestandsaufnahme (Prof. Dr. Nils Berkemeyer, Universität Jena)
     
  • Wie lässt sich der Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagements nachhaltig an Schulen unterstützen? (Dr. Jenny Tränkmann, Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) Hamburg, Leitung der Abteilung Schulinspektion und Systemmonitoring)
     
  • Schulnetzwerke als Motoren einzelschulischer Veränderungsprozesse im Kontext von Steuerung und Leadership (Prof. Dr. Nina Bremm, Pädagogische Hochschule Zürich)
     
  • Neue-Mittelschul-Reform in Österreich. Zur flächendeckenden Entwicklung organisationaler Kompetenzen von Schulen (Livia Jesacher-Rößler, PhD, Universität Innsbruck, National Center for Learning Schools, Netzwerkkoordinatorin des deutschsprachigen Netzwerks für Innovative Lernumgebungen (ILE))
     
  • Wie lassen sich Veränderungsprozesse in der Organisation Schule, Grundschule, Allgemeinbildende Schule und Berufsbildende Schule einleiten und welche Unterstützung benötigt Schule dazu?

    1. Bettina Kubanek-Meis (Gesamtschule Bremen)
    Moderation: Dominique Klein


    2. Christina Lang-Winter (Kettelerschule-Bonn)
    Moderation: Veronika Manitius

    3. Gerhard Müller (Regionales Berufsbildungszentrum Wirtschaft Kiel)
    Moderation: Isabell van Ackeren

 

Forum 6: Transfer in der inklusiven Bildung

Die aus der UN-BRK resultierende Verpflichtung zur Gestaltung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen wirft auch die Frage der Professionalisierung der pädagogischen Fachkräfte auf. Die Projekte der Förderrichtlinie „Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung“ haben sich mit dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven auseinandergesetzt. Exemplarisch präsentieren in diesem Forum vier Projekte, welche die Professionalisierung und Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte in Bezug auf unterschiedliche Themen inklusiver Bildung in verschiedenen Bildungsbereichen untersucht haben, ihre Strategien zum Transfer und Austausch mit der Fachpraxis. Die Transferkonzepte werden anschließend mit eingeladenen Transferexpert*innen sowie dem Publikum diskutiert. Das Forum ist nach Bildungsbereichen folgendermaßen aufgeteilt.

Forenleitung: Prof. Dr. Dieter Katzenbach (Uni Frankfurt), Prof. Dr. Michael Urban (Uni Frankfurt)

Beiträge:

  • Elementarbereich: Gelingen! Gemeinsam lernen in und für inklusive(n) Bedingungen im Kindergarten (Transferexpertin: Annemarie Schuldt; Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte)
     
  • Schule: PARTI - Partizipation und Anerkennung in Response-To-Intervention
    ProFiS - Professionalisierung durch Fallarbeit für die inklusive Schule

    (Transferexperte: Dr. Götz Bieber; Landesinstitut für Schule und Medien Berlin – Brandenburg)
     
  •  Erwachsenenbildung: iQ _EB - Qualifizierung für eine inklusive allgemeine Erwachsenenbildung (Transferexperte: Dr. Peter Brandt; Deutsches Institut für Erwachsenenbildung)

 

Forum 7: Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung: Beiträge der empirischen Forschung

Das geplante Forum stellt den Wissenstransfer in den Mittelpunkt. Es wird vom Metavorhaben der BMBF-Förderrichtlinie „Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit“ durchgeführt und gliedert sich in drei Blöcke. Im ersten Veranstaltungsblock gibt es zunächst zwei inhaltliche Inputs, die in das Thema einführen und den Rahmen setzen.
In einem ersten Vortrag stellt Birgit Riedel (DJI) ein Modell der Qualitätssteuerung im System der frühen Bildung vor, das unterschiedliche Handlungsebenen, Qualitätsfacetten und Akteursgruppen unterscheidet. Im zweiten Vortrag ordnet Xenia Roth, Leiterin des Referats für Grundsatzfragen der Kinderbetreuung im Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, das vorgestellte Modell aus der Perspektive der Steuerungspraxis (Governance) ein. Hierbei interessiert, unter welchen Bedingungen Forschungserkenntnisse praktische Bedeutung erhalten können. Die Transferlogiken von Politik und Verwaltung und von pädagogischer Praxis werden herausgearbeitet und diskutiert.
Im zweiten Block werden die Erkenntnisse und Transferpotentiale von drei Forschungsvorhaben der BMBF-Förderrichtlinie „Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit“ in den Blick genommen und diskutiert. Die Referent*innen stellen zunächst erste Ergebnisse ihrer Forschung vor, die sich unterschiedlichen Handlungs- und Steuerungsebenen der Qualitätsentwicklung zuordnen lassen. Moderiert werden die Gruppen von Mitarbeiter*innen des Metavorhabens.
Im abschließenden Forenblock werden die Erträge der Gruppenarbeit gebündelt und die Beiträge der empirischen Forschung zur Qualitätsentwicklung zusammenfassend reflektiert.

Forenleitung: Prof. Dr. Bernhard Kalicki (Deutsches Jugendinstitut); Stefan Michl

Beiträge:

  • Vortrag: Vorstellung eines Modells der Qualitätssteuerung im System der frühen Bildung (Birgit Riedel, DJI)
     
  • Vortrag: Einordnung des Modells aus der Perspektive der Steuerungspraxis (Xenia Roth, Leiterin des Referats für Grundsatzfragen der Kinderbetreuung im Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz)
     
  • Gruppenarbeit: Jeweils kurzer Input aus einem Projekt aus der BMBF-Förderrichtlinie „Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit“ mit anschließender Diskussion
    - Projekt TrEiKo (Träger und ihre Kitas – Träger-Einrichtungs-Kooperation im Spannungsfeld von Steuerung und Unterstützung)
    - Projekt SET (Segregation und Trägerschaft. Eine quantitativ-qualitative Studie zur Untersuchung von sozialer und ethnischer Entmischung)
    - Projekt iQuaKi (Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung durch eine webmediierte Weiterbildung zur unterstützenden Fachkraft-Kind-Interaktion in heterogenen Kleinkindgruppen)

Weitere Beitragende:

  • Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin
  • Dr. Christiane Meiner-Teubner
  • Prof. Dr. Johanna Mierendorff
  • Prof. Dr. Nina Hogrebe
  • Prof. Dr. Sonja Perren
  • Yvonne Reyhing
  • Dr. Gesine Nebe
  • Stefan Schulder
  • Tijen Atkaya
  • Maria Gerth
  • Justus Peters
  • Janine Birkel-Barmsen
  • Norina Wallußek
  • Dr. Regine Schelle
  • Dr. Kristine Blatter

 

Forum 8: Sekundärdatenanalysen in der empirischen Bildungsforschung: Chancen, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale

Der Schwerpunkt des Forums zu Sekundäranalysen soll auf der Analyse von Large-Scale Assessment Daten des nationalen und internationalen Bildungsmonitorings und weiterer großer Bildungsstudien liegen. Dabei soll die sekundäranalytische Nutzung dieser Daten (a) zum einen aus Perspektive der datenerhebenden Institutionen von drei großen Studien (IQB-Bildungstrend, PISA inklusive Zusatzstudien und TALIS-Video), die selbst mit den Daten forschen und die Daten für die Sekundärnutzung aufbereiten, und (b) zum anderen aus Perspektive der Sekundärnutzer*innen, die ebenfalls mit Daten dieser und ähnlicher Studien arbeiten, beleuchtet werden. Dabei stehen Analysepotenziale in Bezug auf bildungspolitisch oder -praktisch relevante Themenbereiche wie soziale und ethnische Disparitäten und Unterrichtsqualität im Mittelpunkt. Zentrale Fragen, die im Forum besprochen werden, wären etwa für welche Fragestellungen die Daten genutzt werden, welche Potenziale noch ungenutzt sind, was getan werden könnte, damit die Daten noch besser nutzbar sind, und wo die Grenzen sekundäranalytischer Forschung liegen.

Forenleitung: Dr. Malte Jansen (IQB, HU Berlin), Sonja Bayer (DIPF)

Beiträge: 

  • Die Daten der IQB-Bildungstrendstudien: Forschungsthemen am IQB und​ sekundäranalytische Potenziale (Petra Stanat, IQB)
     
  • Forschung mit den Daten der PISA-Studien und ihren Erweiterung an der TUM (Kristina Reiss, TUM/ZIB)
     
  • Die Daten der TALIS-Video Studie: Aufbereitung, Zugänglichkeit und sekundäranalytische Potenziale (Eckhard Klieme, Patrick Screyer (DIPF))
     
  • Sekundäranalytische Forschung zu sozialen Ungleichheiten mit Bildungsmonitoring-Studien (Janna Teltemann, Universität Hildesheim)
     
  • Sekundärdatenanalysen in der Empirischen Unterrichtsforschung (Rebecca Lazarides, Universität Potsdam)

 

Forum 9: Vielfalt zeigen und Teilhabe stärken. Zukunftsweisende Perspektiven kultureller Bildung in ländlichen Räumen

Kulturelle Bildung ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und die Teilnahme an öffentlichen, demokratischen Diskursen. Während es in Städten und strukturstarken Regionen eine Vielzahl an Kultur- und Bildungseinrichtungen gibt, die eigene Ressourcen mobilisieren können, sind Akteure und Institutionen der kulturellen Bildung in ländlichen Räumen oft auf zusätzliche Formen der Unterstützung angewiesen. Die Gestaltung kultureller Bildung in ländlichen Räumen stößt auf besondere Chancen und Herausforderungen. Unter anderem stellen sich Fragen, wie Akteure der Bildungspraxis und -administration in ländlichen Räumen unterstützt werden können, ihre Angebote im Bereich der kulturellen Bildung auszubauen und Kooperationen bzw. Netzwerke zu stärken. Im Forum stellen Forschende unterschiedliche Perspektiven aus der seit Dezember 2019 laufenden Förderrichtlinie „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen“ vor. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht allein die Defizite oder Bildungsbarrieren. Vielmehr sollen die Vielfalt kultureller Bildung in ländlichen Räumen und deren Potenziale beleuchtet werden. Das Symposium umfasst einen Impulsvortrag und digitale Poster. Zudem werden in einem Podiumsgespräch mit Akteur*innen aus Wissenschaft und Praxis Fragen zu Problemlagen und Perspektiven kultureller Bildung in ländlichen Räumen vertieft. Schließlich soll mit den Teilnehmenden ein Austausch darüber entstehen, wie kulturelle Bildung zukunftsweisend Teilhabe sowie Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann.

Forenleitung: Prof. Nina Kolleck (Uni Leipzig)

Beiträge:

  • Vielfalt zeigen und Teilhabe stärken. Zukunftsweisende Perspektiven kultureller Bildung in ländlichen Räumen, Prof. Dr. Nina Kolleck (Uni Leipzig), Prof. Dr. Julia Franz (Otto-FriedrichUniversität Bamberg), Prof. Dr. Marc Redepenning (Otto-FriedrichUniversität Bamberg), Prof. Dr. Werner Thole (Uni Kassel)
     
  • Kulturelle Bildung und reflexive lokale Identität (Vincent Keldenich)
     
  • Heterogenität in Künstlerischen Residenzen in ländlichen Räumen (Micha Kranixfeld, Barbara Sterzenbach, Wiebke Waburg)
     
  • Theater im Off (ThOff)? – Kulturelle Teilhabe durch Theater in ländlichen Räumen (Dario Gödecke)
     
  • Teilhabe der jeweils Anderen. Passungsverhältnisse Kultureller Bildung in ländlichen Räumen (Prof. Dr. Saskia Bender)
     
  • Elterliche Perspektiven auf die Teilhabe an kultureller Bildung in ländlichen Räumen (Prof. Dr. Jens Oliver Krüger, Mirjam Schön)
     
  • Wie reagieren die Akteure kultureller Bildung in ländlichen Räumen auf den Kulturentzug? (Ulrich Frick, Katrin Rakoczy, Karina Gotthardt, Matthias Seitz, Miles Tallon)
     
  • Macht Stadtluft aktiv? Kulturpartizipation im Stadt-Land-Vergleich (Gunnar Otte, Holger Lübbe, Dave Balzer)
     
  • Vielfalt und Teilhabe an kultureller Bildung in sehr peripheren Gemeinden. Zukunftspotenziale lokalspezifischer Tradierungsprozesse? (Claudia Kühn)
     
  • Kulturelle Erwachsenenbildung im Spannungsfeld von Transkulturalität und Regionalität (Prof. Dr. Steffi Robak, Jessica Preuß, Birgit Schneider)
     
  • Die Vielfalt musikalischer Bildungsakteure und -angebote in einer peripheren Region (Johanna Brauns, Julius Kopp)
     
  • Ein weites Feld der Möglichkeiten?! – Die Vielfalt und Verdichtung kultureller Angebotslandschaften in ländlichen Regionen (Stefan Fehser, Eva Plappert)
     
  • Musikvereine als Akteure kultureller Bildung (Verena Bons, Johanna Borchert, Thade Buchborn, Wolfgang Lessig)
     
  • KuBiLa – Interaktives Mapping kultureller Bildung (Ulrike Stutz, Jennifer Rossi, Fabian Hagedorn)
     
  • Zwischenräume & Unverbundenes – Netzwerke der Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen (Julian Trostmann, Alexandra Engel, Claudia Arndt, Katja Drews, Heike Gumz, Alexandra Retkowski, Werner Thole)
     
  • Podiumsdiskussion: Bildungsbarrieren in ländlichen Räumen - Kulturelle Bildung als Türöffner für Teilhabe? Dr. Michael Retzar (Philipps-Universität Marburg), Karoline Weber (Drosos-Stiftung), Dr. Kenneth Anders (Büro für Landschaftskommunikation, Oderbruch-Museum), Stephan Schnell (Uni Leipzig, Bund deutscher Amateurtheater), Dr. Doreen Götzky (Leiterin Kreismuseum Peine)

 

Forum 10: Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen des Bildungswesens – Perspektiven für die Bildungsforschung

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ist eine fachliche Herausforderung. Pädagogische Kontexte und Beziehungskonstellationen verfügen zwar über protektives Potenzial, das sich jedoch nicht selbstgängig entfaltet, sondern konzeptioneller Rahmung, professioneller Reflexion und partizipativer Gestaltung bedarf. Die Bedingungsgefüge von Schutzprozessen bilden ein nach wie vor neuartiges Forschungsfeld, in dem die Besonderheiten unterschiedlicher Handlungsfelder sowie die jeweiligen Perspektiven von Fachkräften und Adressat*innen empirisch zu würdigen sind. Insbesondere für die Bildungsforschung und das Handlungsfeld Schule gilt es diese Perspektiven weiter zu entfalten und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen zu reflektieren und zu integrieren. Das Forum nimmt diese Thematik auf und stellt zur Diskussion, welche Erkenntnisse aus der sich weiter ausdifferenzierenden Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt zu ziehen sind. In einem zweiten Vortrag werden überblicksartig aktuelle Erkenntnisse und Forschungsdesiderate für den Bereich der Schule und der Bildungseinrichtungen dargestellt. Hieran sollen im Publikumsgespräch weitere Aussichten für die Bildungsforschung entwickelt werden. In einem dritten Schritt werden die Herausforderungen des Umgangs mit sexualisierter Gewalt im digitalen Raum diskutiert, ein Aspekt der in vielfältiger Art und Weise Problemstellungen für Wissenschaft und Schulpraxis hervorbringt. Neben den Impulsvorträgen sind die Teilnehmer*innen des Forums eingeladen eigene Beiträge und Ansichten einzubringen.

Forenleitung: Prof. Dr. Martin Wazlawik, Dr. Bernd Christmann

Beiträge:

  • Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen des Bildungswesen - Aus der Aufarbeitung für die Zukunft lernen (Prof.´in Dr. Sabine Andresen)
     
  • Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen des Bildungswesen – Zum aktuellen Stand der Forschung (Dr. Heinz Kindler)
     
  • Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen des Bildungswesen - Herausforderungen im digitalen Raum (Prof. Dr. Jürgen Budde)

 

Forum 11: Teilhabe, Inklusion und Bildungsgerechtigkeit in der digital geprägten Welt

Teil 1: Bridging the digital divide – Gelingensbedingungen von digitalen Formaten in der Erwachsenenbildung
Bildungsarbeit mit Erwachsenen bringt in vieler Hinsicht besondere Herausforderungen mit sich, die berücksichtigt werden wollen und müssen: unter anderem ausgedehnte (Bildungs-)Biografien, eine Vielfalt an Meinungen und Einstellungen zum (digitalen) Lernen. Wie können diese Anforderungen in Zeiten der Durchdringung von Bildung durch digitale Medien und Formate konstruktiv werden und welche Bedingungen müssen geschaffen werden, um Bildungsarbeit mit Erwachsenen nicht nur zu ermöglichen, sondern auch erfolgreich zu machen? Diese Fragen diskutieren die Teilnehmenden mit Projekten der Förderlinie, die sich mit dem Einsatz digitaler Medien in der Grundbildung, im Alter und dem digitalen Lernen im zweiten Bildungsweg auseinandersetzen.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Saniye Al-Baghdadi (DIE), Angelika Gundermann (DIE), Jan Koschorreck (DIE)

Beiträge:

  • Arbeitsgruppe zur These „Für eine digitale Bildung im hohen Alter stellen (geragogisch-informelle) Peer-to-Peer-Ansätze eine erfolgreiche Methode dar“ des Förderprojekts DiBiWohn (Dr. Michael Doh, IFG, Uni Heidelberg; Dr. Markus Marquard, ZAWiW, Uni Ulm; Prof’in Dr. Ines Himmelsbach, KH Freiburg)
     
  • Arbeitsgruppe zur These „Wichtig ist es, Teilnehmende an ihren digitalen Orten und mit ihren digitalen Fähigkeiten abzuholen, digitale Lernräume zu schaffen und gleichzeitig Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu initiieren“ des Förderprojekts DigiEB (Prof.‘in Regina Egetenmeyer, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Prof.‘in Silke Grafe, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Lisa Breitschwerdt, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Reinhard Lechner, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Dr. Stefanie Kröner, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Andrea Heim, KEB Deutschland; Charlotte Karpenchuk, DVV; Dr. Eike Stephan, VHS Steglitz/Zehlendorf; Michael Rauscher, VHS Steglitz/Zehlendorf; Christian Steiner, VHS Steglitz/Zehlendorf)
     
  •  Arbeitsgruppe zur These „Gering Literalisierte haben tendenziell eine positive Einstellung gegenüber digitalen Medien“ des Förderprojekts GediG (Jun.-Prof.‘in Ilka Koppel, PH Weingarten; Sandra Langer, PH Weingarten; Lisa Burkard, PH Weingarten; Dr. Romy Hilbig, ESO Education Group; Katrin Herold, Euro-Schulen West-Sachsen)
     
  • Arbeitsgruppe zur These „Die digitale Teilhabe ist ein gesellschaftliches Ziel, zu dem die Programm-/Angebotsplanung einen spezifischen Beitrag leistet“ des Förderprojekts FuBi_DiKuBi (Christian Kühn, Leibniz Universität Hannover; Stephanie Freide, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung; Marina Rieckhoff, Leibniz Universität Hannover)


Teil 2: Bildungsteilhabe in digital geprägten Lernumfeldern – Potenziale und Herausforderungen
Bildungsbereichsübergreifend wird die Bildungsteilhabe schwerer erreichbar oder beeinträchtigter Gruppen Lernender problematisiert. In zunehmend digital geprägten Lebens- und Lernwelten stellt sich die Frage, welche Digitalisierungsbezüge, -kontexte und -ausprägungen sich auf die Teilhabechancen auswirken können und inwiefern das steuerbar ist. Im Workshop wird diskutiert wie Teilhabechancen in verschiedenen Kontexten der Digitalisierung aussehen und/oder inwiefern sich diese verändern (lassen). Hierbei können sowohl Potenziale als auch Herausforderungen sowie sich daraus ergebende Folgerungen für die praktische Bildungsarbeit thematisiert werden.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Katharina Hähn (IAQ-UDE), Marina Ruth (IAQ-UDE)

Beitragende:

  • Katharina Hähn, Uni Duisburg-Essen
  • Marina Ruth, Uni Duisburg-Essen 
  • Imke Niediek, Uni Hannover
  • Juliane Gerland, FH Bielefeld
  • André Weßel, TH Köln 
  • Alina Köchling, HHU
  • Linda Mai, HHU

 

Forum 12: Unterrichtsentwicklung und pädagogische Konzepte in der digital geprägten Welt
 

Teil 1: Bildungspotenziale und Bildungsprozesse unter den Bedingungen von Digitalität – Reflexionen aus dem Forschungsfeld der kulturellen Bildung
Prozesse der Digitalisierung und ubiquitäre Digitalität transformieren bisher selbstverständliche Praktiken und Strukturen. Sie relationieren Menschen und Dinge machtvoll auf neue Weise. Wir brauchen neben kognitiven auch ästhetische Herangehensweisen, um uns in ein selbstbestimmtes Verhältnis zu diesen Veränderungen setzen zu können. Kulturelle Bildung spielt dabei als Praxis der ästhetischen Erfahrung und Reflexion von Digitalisierung/Digitalität eine wichtige Rolle.
Wie sehen emanzipative Haltungen und Praktiken im Bereich des Künstlerisch-Kreativen aus? Wie kann kulturelle Bildung zur Ermöglichung der Entwicklung solcher Haltungen und Praktiken beitragen? Was lässt sich daraus für andere Bildungsbereiche ableiten? Thesen aus den Projekten des Förderschwerpunkts Digitalisierung in der Kulturellen Bildung werden mit interessierten Teilnehmer*innen aus der Bildungsforschung, Bildungspraxis und Bildungspolitik diskutiert.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Franz Krämer (FAU Erlangen), Friederike Schmiedl (FAU Erlangen)

Beiträge:

  • Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität (MIDAKuK TP, Erlangen), Benjamin Jörissen, Martin Donner
     
  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung (DiKuBi-on), Christoph Schröder, Christoph Richter, Nick Böhnke
     
  • Post-Internet Art(s) Education Research (PIAER), Manuel Zahn
     

Teil 2: Wie kann Lernbegleitung von Erwachsenen in der digitalen Welt aussehen? Erfahrungen und Reflexionen
Erwachsene eignen sich Kompetenzen und Wissen mit Hilfe von digitalen Formaten zeit- und ortsunabhängig an. Dadurch gewinnt die gemeinsame Prozessgestaltung von Lehrenden und Lernenden an Bedeutung: Hier können sowohl Lehrende die Rolle des Lernbegleiters einnehmen, als auch andere Lernende (Peer-to-Peer Ansatz). Der Fokus liegt hier zum Einen auf der Arbeit mit hochaltrigen Menschen, zum Anderen auf virtuellen und hybriden Lernräumen mit besonderen Anforderungen an die Lernbegleitung. DiBiWohn zeigt für die Arbeit mit hochaltrigen Menschen auf, dass Lernbegleitung auf Augenhöhe erfolgen sollte. Die Projekte ViRaGE und WILLEN untersuchen Lernprozesse unter Einsatz von AR/VR in der historisch-politischen Erwachsenenbildung sowie beruflicher Weiterbildung. Die Teilnehmenden reflektieren und diskutieren ihre Erkenntnisse gemeinsam mit den Projekten der Förderlinie.
Bereits im Vorfeld und als Basis für eine gute Diskussion während der Tagung präsentieren viele Förderprojekte ihre aktuellen Forschungsfragen, derzeitige Forschungserkenntnisse und methodische Vorgehensweisen bereits vorab in kurzen Videos. Die Videos finden Sie auf der Webseite des Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich.

Forenleitung: Saniye Al-Baghdadi (DIE), Angelika Gundermann (DIE), Jan Koschorreck (DIE)

Beiträge:

  • Arbeitsgruppe zur These „Um hochaltrigen Menschen Zugänge zur digitalen Welt zu ermöglichen, stellen Peer-to-Peer-Ansätze eine erfolgreiche Methode dar“ des Förderprojekts DiBiWohn (Eva Hrabal, ZAWiW, Uni Ulm; Simone Maier, Evangelische Heimstiftung; Anja Thime, MKFS, Medienanstalt Rheinland-Pfalz)
     
  • Arbeitsgruppe zur These „Immersive Medien fordern eine kritisch-reflexive Haltung gegenüber Lerngegenständen und ihrer Darstellung auf besondere Weise heraus“ des Förderprojekts ViRaGe (Prof.‘in Sandra Aßmann, Ruhr-Universität Bochum; Olga Neuberger, Ruhr-Universität Bochum; Arthur Petto, Blickwinkel Tour GbR; René Kasparek, Blickwinkel Tour GbR; Andrea Prause, Gedenkstätte Hohenschönhausen; Henry Wenzel, Gedenkstätte Hohenschönhausen)
     
  • Arbeitsgruppe zur These „Hybride/digitale Weiterbildungsformate werden in der Zukunft das wichtigste Format der berufsbegleitenden Weiterbildung im Kontext des lebenslangen Lernens sein“ des Förderprojekts WILLEN (Dr. Markus Maier, lean2sigma GmbH; Florian Strübig, Ruhr-Universität Bochum; Amelie Karcher, Ruhr-Universität Bochum; Linda Froese, Ruhr-Universität Bochum; Theresa Steven, Akademie der Ruhr-Universität Bochum; Katharina Teich, Ruhr-Universität Bochum; Dr. Anna Keune, Ruhr-Universität Bochum; Dr. Yves Gensterblum, Akademie der Ruhr-Universität Bochum; Heike Gronau, Akademie der Ruhr-Universität Bochum)

 

Forum 13: Veränderungsprozesse multiprofessioneller Zusammenarbeit in Bildungseinrichtungen

Kooperation in Bildungseinrichtungen sollte sich nicht nur auf organisatorische Aspekte konzentrieren, sondern immer auch das pädagogische Handeln berücksichtigen. Dies gilt vor allem dann, wenn Veränderungsprozesse neue Anforderungen an das pädagogische Personal stellen. Das Forum beleuchtet deshalb, welche Herausforderungen es in diesem Kontext zu meistern und wie Kooperationsbeziehungen ausgestaltet und institutionalisiert werden können, um zuträglich für eine langfristige Qualitätsentwicklung in Bildungseinrichtungen zu sein. Zudem wird der Frage nachgegangen, welche Entwicklungen in der Lehrerbildung zielführend erscheinen, um pädagogische Professionelle auf Chancen und Anforderungen multiprofessioneller und interinstitutioneller Zusammenarbeit in der Praxis vorzubereiten. Ziel des Forums ist es zudem, den Blick über Kooperationsbeziehungen innerhalb von Schulen hinaus zu weiten und so auch Kooperationen im Sozialraum, mit Bildungsträgern und Bildungsadministration in den Blick zu nehmen.

Forenleitung: Prof. Dr. Nina Bremm (PH Zürich), Lisa Lemke (Uni Köln)

Beiträge:

1. Teil: phasenübergreifende Kooperation in der Lehrer*innenbildung

  • Impulsvortrag: „Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Governanceanaylsen zur multiprofessionellen Handlungskoordination in der phasenübergreifenden Lehrer*innenbildung“, Prof. Dr. Martin Heinrich, Uni Bielefeld; Sebastian Straß, Uni Bielefeld; Prof. Dr. Nina Kolleck, Universität Leipzig
     
  • Workshop: „Kooperation im Studium ermöglichen: Gemeinsame Begleitung von Jugendlichen durch Studierende des Lehramts und der Sozialen Arbeit im Mentoring-Projekt WEICHENSTELLUNG Ausbildung und Beruf“, Prof. Dr. Karla Verlinden, Katholische Hochschule NRW; Miriam Neuser, ZfL, Universität zu Köln
     
  • Workshop: „Schulische Herausforderungen anpacken: die Hackathons Education in Köln“, Dr. Alexandra Habicher, ZfL, Universität zu Köln
     
  • Workshop: „Gemeinsam für die Schule von morgen – phasenübergreifende Fortbildungen für (angehende) Lehrer*innen im Schulnetzwerk“, Lisa Lemke, ZfL, Universität zu Köln; Dagmar Hasenkamp, ZfL, Universität zu Köln
     

2. Teil: multiprofessionelle Zusammenarbeit im Bildungssektor

  • Impulsvortrag: „Multiprofessionelle Kooperation: Forschungslinien, Befunde und Desiderata“, Dr. Stephan Kielblock, DIPF
     
  • Workshop: „Educators of Tomorrow“: Multiprofessionelle Kooperation in (Aus)Bildung, OGS und der Ausgestaltung von Angeboten für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Miriam Remy, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn
     
  • Workshop: „Sozialpädagogisches Teamteaching – eine Kooperation von Schule und Jugendhilfe direkt im Unterricht“, Dr. Marion Malz, Ministerium für Bildung, Jungend und Sport, Thüringen; Dr. Katrin Lipowski, Leitung des Bereichs Sozialpädagogisches Teamteaching
     
  • Workshop: Perspektivwechsel: Voraussetzungen für multiperspektivische Zusammenarbeit, Dr. Anika Duvenek, FU Berlin

 

Forum 14: Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis in der Bildungsforschung

Die Frage, wie Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis transferiert und wie die Erfahrungen und Fragestellungen aus der Praxis in der Forschung adressiert werden können, ist nicht nur für das BMBF als Forschungsförderer, sondern auch für die Akteure aus Bildungsforschung und -praxis relevant. Wie entstehen Möglichkeiten, um Bildungsforschung und Bildungspraxis enger zu verzahnen? Auf welche Weise kann ein ertragreicher Diskurs zwischen den beiden Perspektiven angestoßen werden? Unter welchen Bedingungen sind Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis zielführend und gelingen? Wo entstehen Synergien und welche Risiken birgt die enge Zusammenarbeit? Das Forum lädt Akteure aus Wissenschaft und Praxis ein miteinander in den Austausch zu kommen. Anhand konkreter Kooperationsbeispiele werden Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit aufgezeigt und vertiefend diskutiert.

Forenleitung: Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Bundesakademie für Kulturelle Bildung); Prof. Dr. Lisa Unterberg (IUBH Internationale Hochschule)

Beiträge:

  • LemaS: „Die Wissenschaft-Praxis-Brücke in ‚Leistung macht Schule‘:
    Herausforderungen und Chancen für die Unterrichts- und Schulentwicklung
    am Beispiel des Teilprojekts „Adaptives Fordern und Fördern im Unterricht“

    Prof. Dr. Christian Fischer, Dr. Anne Vohrmann, Prof. Dr. Gabriele Weigand,
    Susanne Lutz (Schulleitung Spohn-Gymnasium Ravensburg) und Anca-Florina
    Gherman (LemaS-Projektleitung Spohn-Gymnasium Ravensburg)

     
  • Universitätsschule Dresden: „Schule der Zukunft Schule gemeinsam gestalten – Gestaltende Bildungsforschung im Reallabor“ (Prof. Dr. Anke Langner, wissenschaftliche Leitung & Maxi Hess, Schulleitung der Universitätsgrundschule)

  • MSdigital Schleswig Holstein: „Aufbau eines Wissensnetzwerks und einer technischen
    Infrastruktur für eine nachhaltige Musikschulentwicklung im digitalen
    Zeitalter“
    , Matthias Krebs, Forschungsstelle Appmusik & Rhea Richter,
    Musikschule SH

  • Metavorhaben DiKuBi-Meta: „(Praxis-)Transfer digitaler kultureller Bildungsforschung“ (Friederike Schmiedl, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

  • Metavorhaben Digitalisierung im Bildungsbereich: „Aus der Praxis in die
    Forschung in die Praxis am Beispiel der Arbeit in Schulnetzwerken“ (Dr.
    Bettina Waffner, Tobias Düttmann, Anna Heinemann, Universität Duisburg-Essen)

  • Metavorhaben Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung: „Transfer in der inklusiven Bildung“ (Prof. Dr. Dieter Katzenbach und Prof. Dr.
    Michael Urban)

  • Perspektive Wissenschaftskommunikation (Friederike Schmiedl, Jenny Nolting

  • Impuls aus dem BMBF (Dr. Stefan Luther, Leiter der Unterabteilung „Allgemeine Bildung“)
     

Forum 15: Demokratiebildung in Kita und Schule – Herausforderungen, Potenziale, Zukunftsvisionen

Angesichts eines zunehmend polarisierten gesellschaftlichen Klimas sowie vielfältigen gesellschaftlichen Wandlungsprozessen (beispielsweise Klimawandel, Migration, Digitalisierung), steht die demokratische Gesellschaft vor grundlegenden Herausforderungen. Besonders Fragen nach dem Umgang mit Vielfalt und Chancengleichheit sind ins Zentrum gesellschaftspolitischer Diskussionen gerückt und erfordern von der frühkindlichen und schulischen Demokratiebildung neue Aufmerksamkeit. Das Forum „Demokratiebildung in Kita und Schule“ diskutiert gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Bildungsverwaltung, -politik, -praxis inwiefern Werte- und Demokratiebildung in „Kita“ und „Schule“ zur Herausbildung, Inklusion und Partizipation aktiver, verantwortungsbewusster und mündiger junger Menschen beitragen kann.

Das Forum ist in drei Blöcke aufgeteilt. Zwischen den Blöcken findet jeweils eine 15-minütige Pause statt.
Im ersten Teil des Forums wird im Rahmen zweier Impulsvorträge in das Themenfeld Demokratiebildung in Kindertagesstätten und Schulen eingeführt. Basierend auf dem bisherigen Erkenntnisstand der Projekte Bildung und Demokratie mit den Jüngsten (BilDe) des Deutschen Jugendinstituts und Subjekte der Demokratie (DemoS) des Georg-Eckert-Instituts werden dabei spezifische Herausforderungen für die frühkindliche und schulische Bildung skizziert.
Im Anschluss ordnen sich die Teilnehmer*innen einer von vier Arbeitsgruppen zu. In diesen benennen sie gemeinsam mit Expert*innen zentrale Herausforderungen für die Demokratiebildung in Kitas und Schulen, identifizieren Potenziale und erarbeiten Zukunftsvisionen.
Die abschließende Podiumsdiskussion führt die Ideen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammen und diskutiert diese mit Blick auf wesentliche Zukunftsaufgaben für die frühkindliche und schulische Demokratiebildung.

Forenleitung: Prof. Dr. Riem Spielhaus (Georg-Eckert-Institut), Dr. Katja Flämig (Deutsches Jugendinstitut)

Beiträge:

  • Zwei Impulsvorträge zu den Projekten: Bildung und Demokratie mit den Jüngsten (BilDe) und Subjekte der Demokratie (DemoS)
     
  • Arbeitsgruppe I: Fachpolitische/Steuerungs-Perspektive frühkindliche Bildung,
    Petra Wagner (Kompetenznetzwerk zur Demokratiebildung: Frühkindliche Bildung und Bildung in der Primarstufe INA gGmbH/ ISTA Institut für den Situationsansatz)

     
  • Arbeitsgruppe II: Fachpraktische Perspektive frühkindliche Bildung (Alexandra Ulrich-Übel, Leitung städtische Kindertagesstätte Kirn-Sulzbach, Leitung Weiterbildung /Institut für den Situationsansatz ISTA)
     
  • Arbeitsgruppe III: Fachpolitische/Steuerungs-Perspektive schulische Bildung, Dr. Inga Niehaus (Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung
    Fachbereich 36 Politische Bildung / Europa und Internationales)

     
  • Arbeitsgruppe IV: Fachpraktische Perspektive schulische Bildung, Christoph Schlagenhof (Koordinator für demokratische Schulentwicklung, Carolus-Magnus-Gymnasium)