Forum 10


Forum 10

Bildungsbiografien gestalten – zukunftsfähige Rahmenbedingungen schaffen

Bildung wird häufig auf den formale Teil reduziert: die primäre, sekundäre, tertiäre Bildung. Dabei wird der längste Teil der Bildungsbiografie nicht berücksichtigt, nämlich das Erwachsenenleben bis ins hohe Alter. Je länger die formale Bildung zurückliegt, umso stärker werden informell erworbene oder non-formal aufgefrischte Kompetenzen relevant. Die im Kinder- und Jugendalter erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten erfahren biografische Rahmungen. Darüber hinaus macht die immer kürzer werdende Halbwertzeit des Wissens lebensbegleitendes Lernen sowohl im beruflichen Kontext als auch zur Bewältigung des Alltags erforderlich. Nicht alle haben jedoch gleichermaßen daran teil. Eine hohe Formalqualifikation führt zu einer hohen Weiterbildungsbeteiligung ("Matthäus-Effekt"). Daraus resultiert die Frage, welche Unterstützung verschiedene Zielgruppen benötigen und wer diese am besten geben kann. Was sind günstige, nämlich förderliche Rahmenbedingungen, und wie können sie gestaltet werden? Welche Akteure müssen dafür wie zusammenwirken? Im Forum wird exemplarisch auf strukturelle Benachteiligungen und bestehende Unterstützungsstrukturen eingegangen. Forschungsdesiderate werden identifiziert und künftige Forschungsbedarfe konkretisiert.
 

Forenleitung

Prof. Dr. Anke Grotlüschen
Universität Hamburg
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Berufliche Bildung und Lebenslanges Lernen (EW 3)

Dr. Beate Blüggel
Volkshochschule Aachen
Direktorin
 

Beiträge

  • Anke Grotlüschen, Hamburg
    Von der Grundbildung über berufliche Bildung zur Weiterbildung und höheren Bildung: Pfade durch das nachschulische Bildungssystem basierend auf LEO2010 und Desjardins PIAAC-Analysen aus acht Ländern
  • Kai Sterzenbach, Köln
    Von der Lernenden Region zur arbeitsplatzorientierten Grundbildung: Nachhaltige Strukturen in der Zusammenarbeit von Bildungsträger und Betrieb
  • Bernd Käpplinger, Gießen
    Weiterbildungsberatung: Mehr als eine Zwangsberatung, mehr als eine Finanzierungsberatung?
     

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